14.12.19: Eine Rede, die von uns nicht gehalten wurde …

… weil eine Demonstration nicht unsere Sache ist, zu der maßgeblich von jenen kurdischen Kräften mit aufgerufen wird, die mit dem USA-Imperialismus kollaborieren.


Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde, es ist fast 10 Jahre her, daß Domingo Huaman nach Hamburg kam, ein Genosse und Künstler aus Peru. Er schuf hier ein riesiges Wandbild, das auf Tafeln zum Festival der „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge“ nach Jena transportiert wurde – ein Foto des Werkes hängt in unserem „Internationalen Zentrum B5“. Auf dem Bild amüsieren sich Kapitalisten über die Menschenrechtserklärung, geschützt von Yankee- und anderen Generälen und Soldaten gegen den Ansturm der gequälten Menschen, die mit grossen Bannern kommen: „Die Menschenrechte sind für die Beherrschung der Völker“ und „Eine Welt mit Rechten und eine Menschheit ohne Rechte“ steht auf den Bannern … Also WAS HABEN WIR ZU TUN MIT DIESEM TAG, MIT DIESEN RECHTEN? Bei ihnen, den Beherrschern der Welt, steht das Recht auf Eigentum an erster Stelle; das feiert der Westen, das stellt er als absolut hin. Und das tut er praktisch, mit Bomben, mit Sanktionen, mit Putschen, mit „Maidans“ und anderen bunten „Revolutionen“ – und wer dem Westen unliebsame Regierungen angreift, wer gegen sie Steine oder Benzinbomben wirft oder auch auf deren Polizisten schießt, der ist „ein radikaler Menschenrechtsaktivist“ – wer dagegen im Westen radikal handelt, bei G20, mit gelber Weste, oder auch nur mit dem Stimmzettel wie in Katalonien, der wird zum Gewalttäter oder Terroristen erklärt…Geht es um Profite, oder auch nur um Herrschaft, dann stehen die Menschenrechte Kopf, dann werden sie mißbraucht: in Venezuela,wo die USA-Marionette Guaidó mit ihren Banden gegen die legitime Regierung von Nicolas Maduro wühlt; in Bolivien, wo weiße Rassisten mit Betrug, Mord und Folter gegen Präsident Morales und seine Bewegung für den Sozialismus putschen; in Chile, wo Präsident Pinyeira Polizei und Militär auf die Mapuche und das ganze Volk schießen läßt … Angebliche Menschenrechte, die Rechte weißer Herrenmenschen sind, wollen Truppen unter Hakenkreuz- und SS-Fahnen für die NATO-Ukraine mit Panzern gegen die Menschen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk herbei bombardieren. für USA- und EU-Konzerne und zur weiteren militärischen Einkreisung der Russischen Föderation …
Mißbraucht, verdreht pervertiert werden die Menschenrechte bei dem Versuch, die Syrische Arabische Republik zu zerstören; wir sehen kurdische Kommandeure, die als Diener der USA-Armee den Völkern Syriens das Petroleum und das Land stehlen wollen; wir sehen neben der Fahne der YPG das Sternenbanner – die Fahne, die Feuer und Tod über Lateinamerika und so viele andere Länder gebracht hat … Kein Menschenrecht gibt es für Palästinenser, und „Selbstverteidigung“ heißt die Jagd israelischer Soldaten mit Präzisionsgewehren, Drohnen, Bombern auf palästinensische Kinder, oft genug illustriert von lachenden israelischen Soldaten. Für die Volksrepublik China gibt es auch keine Menschenrechte, denn sie ist kommunistisch und daher böse, und darum sind diejenigen, die Hongkong zerstören wollen, unter USA-Fahnen und mit Hilfe internationaler Nazibanden, auch aus der NATO-Ukraine, darum sind diese Terroristen „radikale Menschenrechtsaktivisten“ … Es wäre noch lang zu reden – über von Gendarmerie blindgeschossene Gelbwesten, Rentner, die ins Hospital geprügelt und Aktivisten, die zig Jahre ins Gefängnis gesperrt werden, weil sie friedlich für Kataloniens Selbstbestimmung abstimmten … Aber:
DORT BEGINNT UNSER MENSCHENRECHT, eines, für das zu kämpfen ist. Und das ist viel älter als „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Eigentum“. Unser Menschenrecht, das ist Spartakus mit seinem Heer der Sklaven, das sind die spanischen Schnitter mit Sicheln und Sensen, die chinesischen und vietnamesischen Bauern, gegen Feudaladel, fremde Herrschaft, das ist Tupac Amaru mit seinen Rebellen, Thomas Müntzer an der Spitze der Bauernarmee, auf dass „man die Herren, die Reichen hinweg tue und mit einem Mühlstein um den Hals ins tiefe Wasser wirft“ … Unser Menschenrecht, das ist der Rote Oktober von 1917, das ist AUFRECHT GEHEN, in Würde, Geschwisterlichkeit, in Solidarität und Frieden, im Einklang mit der Natur. Und wenn dem das Recht auf Eigentum entgegensteht, dann muß dieses Eigentum weg. Das ist schwer, das bedeutet viel und gefährliche Arbeit. Aber es ist besser stehend zu sterben als knieend zu leben. NO PASARAN!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s