Demo am 15.06. — Bild-, Video- und Textmaterial — „Der Kapitalismus ist nach wie vor der angesehenste Völkermord der Welt“

 

 


Der Internationalismus ist die Säule und die Brücke der Brüderlichkeit unter den Völkern der Welt, die gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen: gegen Rassismus, Patriarchat, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen; das sind Teile des unmenschlichen Kapitalismus. Im Laufe der Geschichte haben Internationalisten ihre Geschwister dabei unterstützt, bessere Bedingungen für ein
menschenwürdiges Leben zu schaffen. Die unveräußerlichen Rechte der Menschheit, die als selbstverständlich angesehen werden sollten, können jedoch der Auslöser sein, um die Wut des Imperialismus auszulösen, der in jedem Versuch der Souveränität seinen Feind sieht.
Ernesto Guevara de la Cerna, El Ché, Argentinier und Weltbürger, begegnete während seiner Reisen, seines Studiums und seines Kampfes dem Leid der Menschen in Lateinamerika. Als tapferer Mann schloss er sich nach dem Vorbild von Bolivar, Martí und Maceo dem Kampf um die Befreiung Kubas vom amerikanischen Imperialismus an. Später – in den Jahren 1964 und 65 – war er in mehreren Ländern Afrikas und kämpfte gegen den europäischen und amerikanischen Neokolonialismus, um den Kongo zu befreien. Ihre Überzeugungen und ihre Praxis inspirieren weiterhin die neuen Generationen, die für eine bessere und gerechtere Welt kämpfen. „Es ist besser, aufrecht zu sterben, als auf den Knien zu leben“, lautete das Motto von Emiliano Zapata, das Ché verkündete und seine endgültigen Konsequenzen erlebte. Er lebte und handelte dementsprechend mit seinen Überzeugungen, bis er am 8. Oktober 1967 in LaHiguera, Santa Cruz, Bolivien, im Kampf gegen die Diktatur von René Barrientos Ortuño, ermordet wurde. Er nahm den Kampf an, weil er die Menschen liebte und sagte, dass „der wahre Revolutionär von großen Gefühlen der Liebe geleitet wird“ und dass jeder, der fähig ist, jedes Mal vor Empörung zu zittern, wenn eine Ungerechtigkeit in der Welt begangen wird, unser Genosse ist. Heute müssen mehr denn je alle Männer und Frauen der Welt unsere Kräfte gegen den Kapitalismus vereinen, der bei dem Griff nach den Ressourcen unserer Länder Tod, Elend und Unterdrückung erzeugt. Der Feind ist mächtig und wie Guevara sagte: „Der Kapitalismus ist nach wie vor der angesehenste Völkermord der Welt.“ Aber es ist an der Zeit, diesem Joch ein Ende zu setzen und ein gerechtes und freundliches Weltsystem in Einklang mit der Natur zu erreichen.
Es lebe der antiimperialistische Kampf, es lebe der revolutionäre Internationalismus. Respekt für die Genossinnen und Genossen auf dem ganzen Planeten, die für ihre Ideale Opfer der Repression
geworden sind.

Freilassung für Julian Assange!
USA, Hände weg vonVenezuela!
Hände weg von Cuba!
Hände weg von Iran!
Freiheit für Palestina!
Es lebe Ché, heldenhafter Guerillakämpfer. Denn wie er sagte: „Menschen mögen sterben, aber niemals ihre Ideen!“

Hamburg, den 15.06.2019
María Yebra


Gegen Sanktionen, Blockaden, Erpressungen …

 

Massenmord an Millionen Menschen, leise, unauffällig, aus großer Entfernung, vom Schreibtisch aus …

Das ist keine Science Fiction. Das war und ist Realität. Ich spreche über die Sanktionspolitik der USA und der EU. Der bekannteste Fall sind die Sanktionen gegen den Irak. Sie kosteten einer Million Iraker das Leben, darunter 500.000 Kinder.

Um die Wirtschaftssanktionen zu verstehen, müssen wir wissen, daß die USA und Europa zunächst über Jahrzehnte Abhängigkeiten geschaffen haben. Diese nutzen sie dann für ihre erpresserische Politik und bauen damit diese Abhängigkeiten ständig weiter aus. Ihre ganze Politik ist eine Schlinge um den Hals der in Unterentwicklung gehaltenen Nation, egal ob diese gerade Sanktionen unterworfen ist oder nicht.

Und die westlichen Länder, die sich so gern als Menschenrechtsdemokratien anpreisen, wenden bei der Installierung dieser Abhängigkeiten in den in Unterentwicklung gehaltenen Ländern keineswegs die von ihnen immer vertretenen demokratischen Standards an. Die Korruption, die sie immer gern an diesen Ländern kritisieren, haben sie selbst erst, mit Koffern voller Geld, dorthin getragen. Einzelne wurden bestochen, gekaufte Eliten geschaffen, um ganze Gesellschaften auszurauben. Wichtig dabei ist, daß jene, die sich nicht haben bestechen lassen, umgebracht wurden. Dabei wird selbst vor gewählten Präsidenten nicht halt gemacht – denken wir an den Ministerpräsidenten des Kongo Patrice Lumumba… Die Berater kommen… Von den westlichen Staaten wird keine Demokratie in die Welt getragen. Ganz im Gegenteil, sie beteiligen nur eine extrem dünne Oberschicht an der Ausplünderung deren eigener Länder. Der Rest der Bevölkerung wird, wenn er Glück hat, sich selbst überlassen. Oder aber, er wird von brutalen Regimen unterdrückt wie jenem im Sudan. Oder denken wir an den Faschismus in Chile.

Die Märkte dieser Länder werden für die konkurrenzlos billigen Produkte der westlichen Industriestaaten geöffnet und mit ihnen überschwemmt. Die heimische Produktion muß eingestellt werden, weil sie gegen diese importierten Waren nicht mehr konkurrenzfähig ist. Der westliche Lebensstil, die Zerstörung der heimischen Landwirtschaft und damit der Wegfall abwechslungsreicher Ernährung machen die Gesellschaft ungesünder als zuvor… Wie schon erwähnt, diese Abhängigkeiten wurden geschaffen. Und wenn dann Sanktionen auch Lebensmittel und Medikamente einbeziehen, dann wird das für das betroffene Land dramatisch, dann wird gehungert und gestorben. Und wie abartig ist es, was unsere Medien dann berichten, zum Beispiel aus Venezuela, wo sie uns die Ursachen und deren Wirkung ins Gegenteil vertauscht darstellen: da wird behauptet, die Sanktionen würden eingeführt weil „das Regime“ Hunger verursacht hat – aber den Hunger haben die Sanktionen gebracht! Nur hat man uns erst zeitversetzt von der Verhängung von Sanktionen erzählt.

Das alles ist nicht neu und das hat System. Die große, staatlich subventionierte industrielle Weizenproduktion der USA und die daraus resultierenden Weltmarktpreise für den Weizen, an denen sich die weltweiten Lebensmittelpreise orientieren, sind eine gigantische Waffe.

Wir leben in einer Zeit, in der der Krieg nicht nur das Schlimmste ist, was der Mensch dem Menschen antut, sondern in der Krieg geführt wird mit allem was es gibt.

Der angeblich freie Welthandel, den aufrecht zu erhalten sich die NATO und alle westlichen Armeen verpflichtet haben, wird plötzlich in sein Gegenteil verkehrt, wenn Länder unter Druck gesetzt, erpresst werden sollen. Dann sind die Handelsorganisationen ebenso wie Militär und Geheimdienste im Einsatz.

Die Sanktionspolitik zielt darauf ab, die Zivilbevölkerung im Zielland gegen dessen Regierung aufzubringen, wegen Hunger, schlechter medizinischer und anderer Versorgung und, und… Aber diese Einmischung von außen ist keine Hilfe für die wirkliche Opposition in einem Land; sie macht alle, die in solchen Zeiten nicht an der Seite der Regierung stehen, zu scheinbaren Kollaborateuren fremder Mächte und Interessen.

Und wir müssen uns auch vergegenwärtigen, daß dieses Land, das so auf Ruhe in seinem Inneren bedacht ist, daß es mit Maschinenpistolen gegen Steineschmeißer vorgeht, wie wir das bei G20 in Hamburg erlebt haben — daß dieses Land in anderen Ländern bewaffnete Aufstände anzettelt, wenn das seinen Interessen dient, wie das in der Ukraine der Fall war beim Putsch gegen Präsident Viktor Janukowitsch im Winter 2013/14 und dem folgenden Massaker an Antifaschisten im Gewerkschaftshaus von Odessa am 2.Mai 2014 … Mit welchem Recht, mit welcher Legitimation?

Weg mit den Sanktionen gegen den Iran, die DVR Korea, gegen Kuba und Venezuela, gegen das kriegsgeschundene Land Syrien und und und … Und deshalb sind wir auf der Straße – gegen all ihre Doppelmoral und ihre doppelten Standards: UNSERE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

NO PASARÁN!

– Rede von nopasaranhamburg bei der Aktion zum Geburtstag Che Guevaras, 15.6.2019 –


Greetings-to-No-Pasaran-Hamburg-061519


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