Interview mit Omer A. von der Kommunistischen Partei Sudan zur aktuellen und historischen Situation im Sudan — Skript, English translation. Video with subtitles

Am 30.04.19 haben wir uns zusammengesetzt mit dem Genossen Omer A. aus dem Sudan, um unsere Eindrücke, die wir hier in Hamburg sammeln können durch die Zusammenarbeit mit der Sudanesischen Gemeinde und „Lampedusa in Hamburg“, zu teilen. Wir haben seine E-Mail-Adresse, die er zur Verfügung stellt, falls Leser/innen Fragen stellen möchten. Kontaktiert uns einfach über arbeiterhaende@gmail.com, dann vermitteln wir den Kontakt.


On 30/04/19 we took a seat together with our comrade Omer A. from Sudan, because we wanted to share our impressions that we are able to get here in Hamburg from the Sudanese Community and „Lampedusa in Hamburg“. We’ve got his e mail address, if you want to contact him, write to us via arbeiterhaende@gmail.com.

English script below.


NP: Wir sitzen hier jetzt zu viert: Eine Genossin, zwei Genossen vom Bündnis ‘No Pasarán’, um ein Interview zu machen, mit einem Genossen, der zum Sudan und zur Befreiungsbewegung des Volkes im Sudan sprechen wird und der sich jetzt selbst vorstellen wird.

O: Ja, mein Name ist Omer Abaker. Ich bin seit langer Zeit hier in Deutschland. Ich bin politisch aktiv; im Sudan vertrete ich die Kommunistische Partei Sudan (KPS). Ich werde über die Situation, die Konflikte in Sudan erzählen.

NP: Willst du uns vielleicht erstmal erzählen, wie die Situation sich so entwickelt hat?

O: Ja, das kann ich machen. Also, die Situation ist: vor 30 Jahren, genau 30 Jahren, hatten wir eine demokratische Regierung, durch Wahlen und so im Sudan gehabt; und in einer Nacht, kommt ein Putsch, militärischer Putsch in Sudan, und die haben die Macht übernommen. Sie haben sich genannt ‘Rettung des Volkes’ oder so. Die waren da an der Macht und haben alle Parteien erstmal aufgelöst, viele Parteiführende ins Gefängnis gesteckt, von Anfang an, und, ja …am Anfang wussten die Leute nicht den Hintergrund dieser Leute und so … aber das war wie ein Spiel – ein Zusammenspiel mit der islamistischen Partei, obwohl die auch an der demokratische Regierung teilgenommen haben wurden die aufgelöst und es war Sadiq al-Mahdi an der Macht. Dann haben sie den Putsch organisiert, absichtlich, weil den meinten die Situation in Sudan ‘nicht klar’ war und [„wer zuerst kommt mahlt zuerst“] – nach dem Motto haben sie das gemacht und waren dann schon an der Macht. Von Anfang an waren viele verzweifelt – ich meine die Bevölkerung da – wussten nicht die Hintergründe und langsam wussten die Leute schon, da sind die Islamisten an der Macht.

Und die Folgen davon waren nur Konflikte, unendliche Konflikte in Sudan. Das Land war erstmal das größte Land Afrikas und wurde auf einmal durch diese Leute in zwei Teile geteilt: Süd-Sudan und Sudan. Das waren die Hintergründe, dass Bashir zum internationalen Gericht wegen Völkermord musste –

NP: Das betrifft den Konflikt im West-Sudan …

O: Im West-Sudan, ja. Erstmal hat das im Süd-Sudan angefangen, sie haben so junge Leute mobilisiert, und gerufen für ‘Dschihad’. Die waren viele Leute da, denn im Süd-Sudan waren Christen und Natur-Religionen … und die wollten [sie] mit allen Mitteln, also haben sie viele Leute dahin geschickt. Danach ist die Sache auch eskaliert in West-Sudan, weil es viele Bewegungen und auch Widerstände gab, wegen der Ungerechtigkeit, wegen der Verteilung; also, das Leben ist im Westen oder im Osten [schwierig]… nur zentral ist es ziemlich besser, dass die Leute da auch die Waffen erhoben und gegen die Regierung gekämpft haben.

NP: Kannst du uns sagen, wie es jetzt, was so im letzten halben Jahr – seit Dezember sozusagen – passiert ist? Diese Proteste schienen so in den Medien relativ spontan und insgesamt wurde aber sehr wenig berichtet, bis vor einem Monat ungefähr.

O: Ja. Das hat angefangen im Dezember – diese Revolution – und es waren eigentlich ein paar Städte, die nicht so … sie sind ein bisschen weiter weg entfernt. Sie sind, wo es auch Konflikte gibt, in der Blauer-Nil- Provinz, die Stadt heißt ‘Damazin’, das waren die ersten, die auf die Straße gegangen sind. Und es folgte Atbara – in dieser Stadt gibt es die Gewerkschaft von der Eisenbahn, die sind wirklich bekannt, und diese Stadt ist sehr führend in allen Revolutionen, die in Sudan passieren.

Und die ganze Stadt ist auf die Straße gegangen. Die Sicherheitskräfte haben da angefangen – das erste Opfer ist in Atbara gefallen und dann haben die Militärs diese Revolution unterstützt. Sie waren gegen die Sicherheitskräfte und deswegen gab es einen Tag später in der Hauptstadt eine ‘kleine Revolution’.

Aber dann hat eine Versammlung von den Gewerkschaften auch zu einer großen Demo aufgerufen. Und dann sind alle, viele, viele Leute, wirklich, auf die Straße gegangen, sie sind diesem Ruf gefolgt. Und das war am Anfang: Am Anfang gab es Probleme, wirtschaftliche Probleme: Vom Geld auf der Bank kannst du nur 2000 Pfund, egal wie viel du hast auf der Bank, nur 2000 Pfund abziehen. Und dann standen die Leute in Schlangen vor den Banken, und die sagen, „Tja, das Geld ist alle, es gibt kein Geld“. Außerdem gab es auch Probleme mit Benzin, Diesel, usw …also, viele Autos konnten nicht starten, weil es kein Benzin gab. Deswegen war es wirklich am Anfang wirtschaftlich – aber diese Gewerkschaften haben gesagt ‘ok, wir machen eine Demo’ und es war erfolgreich. Diese Demo war sehr, sehr groß, und dann haben die Sachen fast … wie eine Tabelle. ‘Ok, morgen, machen wir das, so und so’ und wirklich die Jungs da, die Jungs und Mädchen, viele … Von diesen Gewerkschaften waren da die Ärztliche Kammer…haben eine große Rolle gespielt. Die Juristen waren auch da, und … die haben das alles gut organisiert, sogar wenn ein Demonstrant erschossen wurde oder so, dann laufen sofort 3, 4 Ärzte, die waren sofort zwischen den Leuten, haben den Leuten wirklich geholfen. Die Regierung hatte versucht mit aller Macht, diese Demonstration niederzuschlagen aber sie haben das nicht geschafft. Das ist genau auf dem Punkt, wenn die sagen, ‘Morgen um 13 Uhr haben wir eine Demo auf diesem Platz’, und obwohl es viele Sicherheitskräfte gibt, die da kommen, mit Waffen und Stöcken – aber trotzdem sind die Leute auf die Straße gegangen. Sie haben gesagt, ‘Jetzt, haben wir nichts zu verlieren. Entweder ein besseres Leben oder den Tod.’

Was ich nicht nachvollziehen kann, was ich nicht verstehe – in den Medien, international, besonders im Westen hier, gab es kaum Berichte davon. Aber ich glaube, die Hintergründe sind klar. Obwohl die islamische Partei an der Macht ist, haben sie gut gearbeitet mit dem Westen, besonders den USA.

Deswegen glaube ich, dass die wollten – der Westen – die wollten einen politisch verfolgten Präsidenten, aber keine Verhaftung, obwohl der Haftbefehl von Den Haag seit über 15 Jahren existiert. Wenn die das wollten, hätten die das schon geschafft. Aber die wollten das nicht, die wollten, dass er alle Agenden für die macht und das war der Preis: erstmal die Trennung von dem Land. Die USA hat der Regierung versprochen, dass die Embargos gegen Sudan aufgehoben werden, wenn das Land in zwei Teile getrennt wird. Das war der Preis – und seinen Name von diesem Haftbefehl ungültig zu machen. Das war der Deal, aber es hat nicht geklappt. Die Amis haben am Ende gar nichts gegeben, die wollten immer deren Agenda im Land verfolgen. Er hatte auch viele Leute … er hat eigentlich alles abgegeben, bei den USA.

Es ist nicht nur in Sudan — also, allgemein in Afrika, wird wirklich in den Medien sehr wenig berichtet, was da passiert. Ich weiß nicht. Das ist einfach traurig.

NP: Es ist sicher für viele erstaunlich, wenn du jetzt erzählst, wie gut organisiert die Bewegung im Sudan ist: Gewerkschaften, Berufsverbände, und was ich weiß, ist dass die Kommunistische Partei des Sudans die älteste und auch die größte in ganz Afrika ist. Aber dass sie auch vor 1971 oder ’72 fast vollständig ausgerottet worden ist, aber trotzdem – sie hat sich wieder aufgerichtet und ihr seid unglaublich gut organisiert. Nicht nur die Kommunistische Partei, sondern auch gewerkschaftlich in den Betrieben, und es interessiert hier irgendwie niemanden. Das ist für uns sehr schwerwiegend.

O: Ja. Du hast recht … als [die Regierung] an die Macht gekommen ist, haben sie die Gewerkschaften aufgelöst. Keine Gewerkschaften. Die haben ihre eigenen Leute, egal wo. Das ist nicht die Offizielle von der Regierung, die Gewerkschaft … die Leute haben sich trotzdem organisiert und haben eine parallele Gewerkschaft aufgebaut. Die offiziellen Gewerkschaften sagen ‘ja’ für die Regierung, weil die sind deren Leute. Wenn du nicht zu diesen Leuten gehörst, kannst du nichts machen in Sudan. Und das waren die Folgen … erstmal: Die Unterdrückung der Frauen, das war wirklich beschämend…es gab Bilder, von einer Frau, die von einem Polizist gepeitscht wird. Und das ist ein Urteil von einem Richter.

Oder viele Junge waren ohne Perspektive, sie konnten nichts machen, weil sie nicht studiert haben und – deren eigene Schuld – sie gehören nicht zu diesen Leuten. Wenn du ein reiner Mensch bist, dann willst du nichts mit diesen Leute zu tun haben – dann bist du auf dem [Abstell]Gleis gestellt.

NP: Was ich sehr erschreckend finde, ist, dass es sehr wenig Solidarität gibt. Auch von Linken international. Das ist für mich ein wenig unverständlich, ob es einfach an dem Informationsmangel liegt, oder … ich weiß es nicht.

O: Das glaub ich doch, dass es an den wenigen Informationen, die die Leute hier allgemein kriegen. Aber ehrlich … die Medien hier im Westen sind wirklich … es wird behauptet, dass es ein freies Land ist, dass es freie Medien gibt, aber … was wird berichtet, ich weiß nicht, warum es kein Interesse an der sogenannten ‘Dritten Welt’ gibt. Das kann ich auch nicht verstehen. Aber das liegt daran, dass wenig Informationen fließen, dass die Leute nicht genau wissen, was da ist.

Nehmen wir ein Beispiel: Venezuela – weil das so direkt vor der Tür der USA liegt. Das Problem in Venezuela ist bei jeder Sendung. Und das war parallel, eigentlich, zu dem! Die Leute die jetzt auf der Straße sind, die schlafen heute vor dem Militärstützpunkt. Das ist jetzt über einen Monat. Sie bleiben da und haben gesagt, wir bleiben bis es zu Ende ist.

So ein Regime kann man nicht in einem Tag … die haben wirklich tief, tief, überall, haben die deren Hände, sogar beim Militär. Wenn du Offizier in Sudan werden willst, kann das nur durch Beziehungen (Vitamin B) passieren. Die hochrangigen Offiziere, die nicht zu diesen Leuten gehören, wurden sofort entlassen. Es gab Massenentlassungen, nicht nur beim Militär, sondern in allen Bereichen. Deswegen ist die Anzahl von Leuten, die ins Ausland gegangen sind – es sind sehr viele.

NP: Ich hab noch eine Frage. Es gibt sogar Leute, es gibt Linke, Antiimperialisten, die sagen, das ist alles nur ein imperialistischer Coup … kannst du etwas dazu sagen?

O: Nein. Das ist nichts. Jetzt wollen die Imperialisten was ‘umgehen’ bei dieser Revolution. Was ist passiert genau in Sudan — es gibt Länder die Interesse haben, dass keine demokratische Regierung in Sudan gebildet wird. Da sind: Ägypten, Saudi Arabien, und die Vereinigten Arabischen Emiraten. Das erste, was sie gemacht haben, ist das Militär mit Geldern zu unterstützen. 3 Milliarden [USD] sind geflossen, für das Militär. Die wollen es jetzt so machen, und die Leute sind trotzdem – deswegen sage ich, das stimmt nicht, denn die Leute sind trotzdem auf der Straße, sie schlafen da. Diese drei Länder, die arbeiten viel zusammen mit den USA. Es wurde von dort bestätigt, lieber die Militanten [das Militär]. Weil auch in diesen Ländern, wenn es eine demokratische Regierung in Sudan gäbe, die Völker in Ägypten, Saudi Arabien oder den Emiraten, sagen würden: wieso Sudan? Wir wollen das auch.

Deswegen haben jetzt die [Militärs] gesagt: ‘Wir haben Bashir gestürzt und wir werden die Macht an das Volk oder an die Parteien wieder zurückgeben…aber wir brauchen Zeit. Zwei Jahre Zeit.’ Und daher haben die Gewerkschaften eine Vereinigung mit oppositionellen politischen Mächten – das heißt Vereinigung für ‘Freiheit und Wechsel’ (Committee for Freedom and Change). Diese Leute haben gesagt, ‘wir bleiben so lange auf der Straße hier, schlafen auch hier, bis es eine zivile Regierung geben wird‘. Und jetzt gibt es diesen Konflikt zwischen den Militanten –

NP: Zwischen Militär?

O: – ja, zwischen Militär und dieser Vereinigung. Jetzt versuchen sie zusammen an einem Tisch zu sitzen und die Verhandlung ist immer noch jeden Tag … aber das erste, das war lächerlich, am Anfang: Derjenige, der Bashir gestürzt hat, war sein Stellvertreter, sein Verteidigungsminister. Deswegen haben die Leute gesagt: ‘Hallo? Was ist das denn für ein Wechsel oder Veränderung? Nein. Diesen Mann wollen wir nicht.’ Nur einen Tag nachdem er die Macht übernommen hat … Die kleinen Offiziere, von niederem Rang, haben gesagt, ‘Es ist uns egal. Wir bleiben mit unseren Leuten hier und wir werden die auch verteidigen.’

Und da war Druck auf diesem Mann und er hat gesagt ‘Ok, ich gebe auf.’ oder ‚Ich ziehe mich hier zurück‘. Die haben jemanden jetzt, der ist nicht so bekannt, aber der hat auch einen islamischen Hintergrund … sie sind immer noch an der Macht und versuchen zu verhandeln. Aber die Leute bleiben stur. Sie haben gesagt, ‚auch wenn es Monate oder Jahre dauert‘.

Es ist seit Dezember … und seit einem Monat schlafen die Leute da. In Wechselschichten, einige kommen morgens … am Anfang wollten wir nur eine Million haben, jetzt sind sie 3 Millionen. Und jetzt werde ich nochmal von Atbara sagen: Die Eisenbahngewerkschaft hat eine Bahn von der Stadt, voll mit Leuten, auf dem Dach auch –

NP: Ja, ich hab Videos gesehen, ganz voll –

Beeindruckend.

O: – auch zu der Demo da, und sie sind auch geblieben. Und jeden Tag, meldet sich eine Stadt oder ein Dorf und sagt: ‘Wir kommen auch.’ Es gibt so viel Solidarität, wirklich. Deswegen: Sie haben keine Möglichkeit, also müssen sie das machen. Sie müssen die Macht zurück an die Zivilisten geben.

NP: Ist das richtig, dass heute (30. April) die Gespräche abgebrochen worden sind mit den Militärs weil in diesem Rat für eine Übergangsregierung das Militär die Mehrheit für sich beansprucht hat?

O: Ja, das stimmt. Und das [Gespräch] machen wir nicht, weil das Militär gesagt hat, ‘Wir machen einen Rat zusammen,’ und das ist nicht, weil sie das wollen, sondern weil sie gezwungen sind, weil die Afrikanische Union eine Frist gegeben hat. Erstmal – innerhalb von zwei Wochen hätten sie die Macht abgeben müssen; Sie haben das jetzt verlängert auf drei Monate, weil in der AU, der Vorsitzende al Sisi (Ägypten) diese Leute unterstütze. Aber ja, die haben gesagt OK, wir bauen einen Rat auf… weil sie brauchen das. Sie müssen sagen können, hier haben wir eine zivile Regierung, wir sind ein Rat. Aber wenn sie bei diesem Rat die Mehrheit haben, können sie alle Entscheidungen durchsetzen. Zum Beispiel haben wir Soldaten in Yemen bei einem anderen Konflikt, womit wir nichts zu tun haben, nur weil die Saudis kein vernünftiges Militär haben, schicken sie unsere Leute dahin, zur Front, ganz nach vorne, und sie sterben da. Und die [Militärs] wollen das heute. Das ist der Konflikt jetzt. Und die Zivilisten sagen: Weg damit, wir müssen nicht teilnehmen daran.

NP: Ist das auch eine Forderung der Bewegung, dass sich der Sudan aus dem Krieg in Yemen zurückzieht?

O: Ja, von der Bewegung, das ist eine von den vielen Forderungen. Eine weitere ist, dass alle Leute, die an dieser Regierung beteiligt sind, zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die Militärs, die Offiziere, wissen, Offiziere, dass, wenn es ein Gericht gäbe, sie auch verfolgt werden würden.

NP: Was sind denn noch Ziele der Bewegung im Sudan? Denn die Medien hier werden darüber nicht berichten.

O: Hauptziel: sie wollen eine Regierung … es gibt viele Voraussetzungen, viele verschiedene Situationen, schwierige Situationen in Sudan. Und unser Problem: Sudan hat bis jetzt keine dauerhafte Verfassung. Wie wird Sudan danach regiert? Und da hat diese Bewegung eine gute Vorstellung von allem, wie wir das machen. Dass es eine Regierung, die von jedem Gebiet – genau wie hier in Deutschland [föderal] – gewählt worden ist, geben muss. Zum Beispiel dass es in jeder ‘Periode’ einen Präsidenten, der aus einem anderen Teil des Landes kommt, geben wird: z.B. in der ersten Periode fängt es im Westen an; danach aus dem Osten, Süden, usw. Das ist auch ein Problem — es wurde fast nur von den Leuten im Norden bis jetzt regiert.

Ja, es gibt eine gute Darstellung von allem, wie es [sein soll] und sie wollen in vier Jahren erstmal diese Regierung von verschiedenen Parteien, Gewerkschaften usw. bilden. Das muss die Basis für ein richtig demokratisches Land sein, dass es nach vier Jahren freie Wahlen gibt.

Wir wollen nicht dass es sich wiederholt, dass es einen Teufelskreis gibt, deswegenwollen wir sowenig wie möglich an die Militanten geben … Weil wenn die an der Macht sind, dann ist alles …wir haben bis jetzt über 80 Personen – obwohl sie friedlich auf der Straße gegangen sind – wurden sie erschossen. Über 80 Menschen sind tot. Deswegen sagen auch die Jungs, die da sitzen, wenn wir jetzt zurück[treten], ohne unsere Forderungen zu erfüllen, dann sind die Leute umsonst gestorben.

NP: Viele Leute sollen rufen ‘Ägypten oder Sieg’ – ist das richtig?

O: Ja. Wie gesagt: wir haben jetzt am Freitag zu einer Demonstration gerufen, zur Botschaft in Sudan aber…alle diese drei Länder, die ich genannt habe, Ägypten, Saudi Arabien, und die VAE – da werden wir vor der Demo hingehen. Wir haben Briefe geschrieben: Sie müssen ihre Hände weg von uns nehmen, so ist das formuliert. Wir werden das bei jeder Botschaft abgeben.

NP: Die Menschen auf der Straße rufen, soweit wir wissen auch: ‘Frieden, Gerechtigkeit, und Freiheit.’ Kannst du uns ein bisschen dazu sagen, was man damit konkret meint?

O: Ja. Weil diese Leute – wie ich gesagt habe – die haben wirklich nur … die sind … als kleines Beispiel: wenn es etwas nicht gibt, sprich, soziale Probleme, die Leute nichts zu essen haben oder so , dann kommen die und die sagen, das sei weil wir ‚weit weg‘ seien. Die haben mit der Religion gespielt, und die Leute in Sudan sind sehr sensibel, was Religion betrifft. Das ist ‚Gottes Fluch‘ weil wir nicht gut gebetet haben. Die haben immer damit gespielt, aber für sich selber – jetzt ist es rausgekommen, dass viele die Milliarden ins Ausland gesteckt haben und lassen die Leute auf der Straße verhungern. Deswegen sagen die Leute: Freiheit und Gerechtigkeit. Die wollen Gerechtigkeit. Sie wollen diese Leute zur Rechenschaft ziehen. Die müssen vor einem Richter stehen. Die Gelder im Ausland gehören nicht diesen Leuten – sie gehören dem ganzen Volk.

NP: Ich habe noch eine Frage. Am Anfang haben wir schon darüber geredet – der Unterschied von der Bewegung jetzt in Sudan zum Arabischen Frühling. Kannst du da was zu erzählen?

O: Ja. Wir haben mehr Erfahrung damit, weil was jetzt passiert ist – das ist jetzt zum dritten mal passiert in Sudan. Nicht nur eine Revolution. Im Oktober ’64 – unsere Väter sind auch gegen einen Militanten damals auf die Straße gegangen.

Und ich habe selber teilgenommen im April … das ist die Ironie jetzt. Am 6. April (1985) haben wir Nimeiry gestürzt, auch durch Revolution. 2 Jahre war wieder Übergangsregierung , und dann sollte eine Regierung für vier Jahre gebildet sein … das war ’85, und diese Leute sind ’89 an die Macht gekommen, durch den Putsch. Die haben Sadiq al Mahdi geputscht.

Und das ist ‘Freiheit’: Es gab viele Gesetze, dass Menschen nichts wirklich machen dürfen, sie dürfen nicht demonstrieren, sie dürfen nicht auf die Straße gehen, die dürfen nicht … sogar wenn du mit einem Mädchen auf der Straße bist und du die Hand nimmst, wirst du irgendwie bestraft. Es war wirklich sehr schlimm, was Freiheit betrifft.

NP: Ich habe noch eine Frage, ich habe zufällig gehört von einer Internetplattform ‘Sudan Tribune’ – englischsprachig – sagt dir das was? Ist das einigermaßen zuverlässig? Weil wir kein Arabisch können, wir sind auf Informationen angewiesen irgendwo her und ich hab mir das jetzt im Internet angeguckt, das hörte sich erstmal brauchbar an..?

O: Die Website kenne ich nicht aber wir haben auch unsere eigene Website, die ‘Laalaa’ heißt — ‘Laa Laa’ heißt ‘Nein Nein’ auf Arabisch. Laalaa.net

NP: Ist das auf Englisch, die Website?

O: Also es gibt die Website auf 4 Sprachen: Englisch, Deutsch, Arabisch, …Diese Website wird hier von Hamburg aus betrieben, von uns, Lampedusa in Hamburg.

Konklusion:

Die jetzige Situation ist genau wie du gesagt hast … die [Militärs] wollten 8 Plätze und die Leute 7. Und der Vorsitzende soll auch von ihnen sein. Deswegen haben die Leute gesagt: Nein, das machen wir nicht. Also, der Vorschlag von dieser Bewegung: wir geben für die [Militärs] nur 3 Stellen – eine für Militär, eine für das Innenministerium (Sicherheit usw), und ein Stellvertreter. Das war der Vorschlag. Und sie sitzen immer noch da aber … Vor ein paar Tagen war die Situation: 3 Leute, die bekannt sind, [Militärs], und sie sind wirklich gut organisiert für die islamische Partei, mit Namen und so. Und die Bewegung hat gesagt: ‘Mit diesen 3 Leuten wollen wir nicht verhandeln. Sie müssen erstmal weg von eurem Rat und dann können wir reden.’ Und sie sind jetzt weg. Das heißt, die Bewegung sitzt jetzt am langen Hebel, weil wir haben die Leute auf der Straße. Die haben versucht mit allen Mitteln, dass die Leute weg von diesem Militärstützpunkt [gehen sollen]. Wenn die Leute wirklich weg sind, dann haben wir verloren. Das ist klar für die Leute da und deswegen kommen und kommen und kommen sie und mehr und mehr und mehr.

 


 

NP: The four of us are here: three comrades from the coalition ‘No Pasarán’ in order to interview our comrade, who will speak to the situation in Sudan and the people’s movement there and introduce himself now…

O: Yes, my name is Omer Abaker. I have actually been in Germany for a long time. I am politically active, and I am here representing the Communist Party of Sudan (CPS). I want to speak about the situation and explain the conflict.

NP: Do you want to first explain how the situation has developed?

O: I can do that. So, 30 years ago, we had a democratically elected government in Sudan, which in one night was overthrown through a military putsch. The putschists named themselves ‘the People’s Salvation’, something like that. When they took power, they dissolved all other political parties, imprisoning many of the high-ranking members. At first, the people were unaware of who was supporting the military junta, but it came out that their putsch was through cooperation with the Islamic Party, although they had taken part in the democratic government, they were also dissolved; Sadiq al-Mahdi was in power at that time. Their decision to organise a putsch was due to their claim that the situation in Sudan was ‘not clear’ and adopted the motto of ‘first come, first-served’ so to say, and they took power for themselves. At first, many were desperate; I mean the people there didn’t know who was behind it all, but it quickly became apparent the the Islamists had taken power in the country.

And what followed was conflict, unending conflict in Sudan. The country was once the largest in Africa and was simply cut in two: South Sudan and Sudan. That’s also the reason behind why [former President] al’Bashir is charged with genocide by the International Court (in Brussels).

NP: Due to the conflict in West Sudan…

O: Yes — but it started at first with South Sudan, where young people had been mobilised and called for ‘Jihad’, because in the South there were many Christians and pagans…[Bashir’s] government sent radicals there. After that, things escalated in West Sudan because there were lots of mass movements and resistance there because of the injustice regarding distribution –– by distribution, I mean that life in the West and East is difficult…only in the middle of the country are things ok, and the people there also took up weapons to fight against the government.

NP: Can you tell us what has happened over the course of the past half-year, since December or so? According to the media, the protests seemed to have occurred relatively spontaneously, and up until a month ago, there wasn’t much reported.

O: Yes, things started in December [outside of the capital Khartoum] in a few cities that were further away. The conflict started in the Blue Nile Province, in the city Ad-Damazin –– they were the first on the streets. And afterwards in Atbara. In Atbara, there is a railroad union, who are very well-known, which is why this city is always at the fore of the revolutions which have happened in Sudan. The first victim fell in Atbara — because of the Security Forces. After that, the military personnel supported the revolution – a day later, there was a ‘smaller revolution’ throughout the capital.

But then there was a gathering of the trade unions, who also called the people to a large demonstration. And then all the people –– many, many people –– went into the streets, the people followed the call. At first, there were problems, economic problems –– for example, you couldn’t take more than (SD)2000 out of the bank, regardless of how much you had. People stood in lines outside of the banks and were told ‘There’s no money’. Aside from that, there was problems with fuel –– no gasoline, diesel — cars couldn’t start. Yeah, at the beginning, it was because of economics.

But the unions had said they wanted a demonstration, and they were successful. It was very, very big, and ran like clockwork: ‘Tomorrow, we do this-and-this,’ and the young men and women, so many… From the unions, the doctors were also there, they played a huge role. The lawyers were also there, and they organised everything incredibly well, so in the case when a demonstrator was shot or something, the three or four medics were immediately there between the people; they really helped. The government tried in every way, with all their power, to suppress this demonstration, but they couldn’t. And that was exactly when the people know: ‘Ok, tomorrow, we meet at 1pm’ to demonstrate again. And although the Security Forces came with their weapons, regardless the people were in the streets. ‘We don’t anything left to lose: either a better life, or death.’

What I can’t comprehend, why the media doesn’t, especially here in the West –– there were hardly any reports about [those demonstrations]. But I think that the reason behind is fairly clear, since the Islamic Party and the government had work very well with the West in the past, especially with the USA. Therefore, I think they (the West and media) wanted a politcally-damned president – without arresting him – even though there was a warrant for 15 years for al’Bashir; if they had ever really wanted him, they would have done it. But they didn’t want that; they wanted to keep him there in power, they wanted him to push their agenda — and the split of the country was one of the prices paid. The USA had promised the government that embargoes would be lifted, if the country were to split in half. The was the prize –– and that they would get rid of the arrest warrant. That was the deal, but it didn’t work out. The Americans gave up nothing, and always demanded that their agenda be further followed. He also…he really gave up everything to the Americans.

But it’s not just Sudan — from all over Africa, you rarely see anything reported. Why not? I don’t know, it’s just sad.

NP: It must be astounding for many people to hear you explain how well-organised the movement in Sudan is: unions, professional organisations, and what I also know is that the Communist Party there is the oldest and biggest in all of Africa. And even though in 1971 or ’72 it was almost fully exterminated, it’s rebuilt itself, and you are unbelievably well organised –– not just the CPS, but also the unions among the workforce, and it somehow doesn’t interest anyone here. For us, that’s a serious problem.

O. Yeah, you’re right. And when the Islamic-military government came into power, they had dissolved all of the unions. None were left. Then they installed their own people –– the people who you are talking about, those unions, aren’t recognised as ‘official’, because they have been organised by the people, who built ‘parallel’ unions to those government-sponsored ones. The ‘official’ unions are simply there to say ‘yes’ to the government, because they’re theirs –– when you don’t belong to those in power, you can’t do anything in Sudan. And that was a consequence of these people coming in to power through their putsch.

The oppression of women was also really shameful. There were photos of a women being whipped by a policeman; that’s an official ‘punishment’ from a judge. And many young men have been left without prospects: they can’t study, which is considered their own fault, and they can’t do anything else since they don’t belong to the government. If you want to stick to your principles have nothing to do with the government, then you were out of luck.

NP: What I find terrible is that there has been so little solidarity shown, even from ‘Leftist’ internationalists. I don’t know if it’s just because there’s a lack of information or…

O: Oh, I believe that – that it’s due to the little information that the people here get (or don’t get). But honestly, the media here in the West is so…it’s claimed that [Germany] is a free country, the there’s freedom of press, but what’s ‘reported’ or whatever – I don’t know why there’s so little interest in the so-called ‘Third World’. I don’t get it either. But it must be due to the fact that the people just don’t know what’s going on there. For example, Venezuela: because it’s right at the door of the USA, there’s reports of ‘problems’ in Venezuela on ever channel, although exactly at the same time the people were in the streets in Sudan. They’ve been sleeping before the military strongholds for a month and said ‘We’re staying until the end.’

Such a regime [as the one in Sudan] can’t be changed in a day… they’ve got their hands all over the place, even in the military. If you wanted to become an officer in Sudan, you could only do it through relationships –– the high-ranking officials who didn’t belong to these people were immediately released. And it’s not just with the military, but all over the place. Therefore you have so many refugees and expats.

NP: I have another question: there are even ‘Leftists’ or Anti-imperialists who say that it’s all just an imperialist coup – can you speak to that?

O: No – that’s nothing. Now, the imperialists want to ‘pull one over’ on the revolution. There are of course countries who want to make sure that there is no democratically-constructed government in Sudan: Egypt, Saudi Arabia, and the United Arab Emirates (UAE). The very first thing that they did was to support the military with money: $3billion was sent to the military in Sudan. That’s what they want.

But I’m telling you it won’t work because the people are on the streets — they sleep there. These three countries work very closely with the USA. And it can be confirmed because of that, they all think ‘better with the military [in Sudan]’ because if there were a democratic government in Sudan, well, It could happen in those countries too –– I mean, the people in Egypt or Saudi Arabia or in the UAE would say: ‘Why Sudan? We want that too.’

The military have said that they’ve toppled al’Bashir, and that they will give the power over to the people or to the parties, but they need time. ‘We need two years’ time’ –– and therefore the unions have formed a coalition with the oppositional political players to form the Committee for Freedom and Change. They have stated, ‘We are staying on the streets here, we are sleeping here until there is a civilian government.’

And now there’s the conflict between the military and this Committee. They’re trying to sit at the table together, and the negotiations continue every day. At the beginning, it was laughable: the guy who replaced Bashir was his own representative, his Minister of Defense. Therefore, the people said ‘Huh? What kind of change is that? No, we don’t want him,’ and after just one day…

The lower-ranking officers have said that they’re with the people — they will protect the people. And that was enough pressure on this Minister, and he gave up. Now they have someone, who’s not as famous but who also has ties with the Islamists… But the people are still there, they’ve said ‘whether it takes a months or years.’

Since December there are protests, and for a month the people have been sleeping in shifts — some come in the mornings. At first, we wanted to just have a million people there; now there’s 3 million. And now the railroad union in Atbara has sent another train, full over people not just in the train, but on the roof –

NP: Yeah, I saw, completely full

Incredible –

O: …and those other people have all stayed. Every day since, another city or town pledges to come as well. There is so much solidarity. There’s no other way –– they need to give the power to the people.

NP: Is it true, that today (30. April) the discussions have been cancelled because the military attempted to secure a majority of seats in the transitional government’s council?

O: Yeah, that’s right. And we won’t continue talks with them, because they decided to say ‘Yeah, let’s make a council’ –– it wasn’t what they wanted, but there was a deadline issued by the African Union. First, they said that the military had to give over the power within two weeks; they’ve extended that deadline for three months now, because the Speaker of the AU, al-Sisi, supported these people. But yeah, they said ‘ok, fine, we’ll build a council’ because they need it. They need to be able to say that ‘we’re a civil government, we are just a council.’ But when they have the majority on this council, they can make all the decisions. For example, we have Sudanese soldiers fighting in the Yemen, a conflict with which we have nothing to do, but because the Saudis don’t have a real military, we send our own people to the frontlines, where they die. And the military wants that. That’s just one of the problems now – we of course say that we shouldn’t be a part of that.

NP: Is that a demand of the the popular movement? That Sudan needs to pull out of the war in the Yemen?

O: That’s one of many demands issued to the government. Another is that all people, who have been a part of this government need to be held accountable. The military knows it, that when there were a court, they’d be tried as well.

NP: What are some of the other goals of the movement in Sudan? Because the media here has reported absolutely nothing about it.

O: Main goal: have a government [for the people]. There are a lot of difficult situations in Sudan, and our problem presently is that Sudan has never had a long-term constitution.The movement has a good idea of how it should be run: that there needs to be a government which would be elected from every region of the country. Exactly like it is here in Germany [a federation]. But the idea is also that for every ‘period’, the president must come from a different part of the country: for example, during the first ‘period’, we would start with a President from the west; after that, East, South, so on. Because that’s also a problem – normally the Presidents and leaders are almost always from the North.

But yeah, there’s a good idea of how things should be run, how in four years the government should be made up of multiple parties. That’s a basis of a good country – free elections – not like our problem with this vicious cycle. We want to give as little power as possible to the military, because when they have the power, it’s all…

Even though we’ve been peaceful the entire time, we’ve lost 80 people. They were all shot. Over 80 people are dead. And that’s why we will keep coming back, that’s why the young people say that they’ll return: to fulfil these demands, so that these people did not die for nothing.

NP: Many people are alleged to have chanted ‘Egypt or victory’ – is that correct?

O: Yes. Like I said: we have issued the call for a demonstration to go to the consulates in Sudan – we’ve written letters for all of the governments of the three countries I named – Egypt, Saudia Arabia, UAE – that they need to keep their ‘hands off’. We will give those to every consulate.

NP: We also know that the people on the streets are chanting ‘Peace, Justice, and Freedom’. Can you talk about what the people mean?

O: Yes. Like I said…an example: when there’s not been enough of something, say that the people have nothing to eat, and the government has gone to them in the past and said that it’s because we’re ‘far away.’ They have used religion against people; they know that the people in Sudan are sensitive to things like religion – they would say that it’s God’s punishment because they’ve not prayed well enough. The government has always played religion against the people for their own benefit. But now it’s been discovered that these people have hidden billions out of the country and let the people in the streets starve. That’s why the people call for Freedom and Justice. These people need to go before a court – in Sudan. The money that’s wherever outside of the country doesn’t belong to them, it belongs to the entire Sudanese people.

NP: I have another question, about what we talked about at the beginning: the difference between the movement in Sudan and what happened during the Arab Spring. Can you explain that?

O: Yeah, we have more experience with that, with what’s happened –– this is the third time that it’s happened in Sudan. Not just one revolution. In October ’64, our fathers also fought against militarists. I myself took part – and this is the irony – on 6. April (1985), when we toppled Nemeiri. And then there was a two-year transitional government, and then there should have been a government built over the course of four years…that was ’85, and the people who we’ve just gotten rid of came in to power in 1989 through a putsch. They overthrew Sadiq al Mahdi…so thus ‘Freedom’ because there were laws that made it basically impossible to do anything: they aren’t allowed to demonstrate, to go into the streets…even a woman, if you’re in the streets, and you hold her hand, you can be punished somehow. It’s really bad, what ‘freedom’ in Sudan means.

NP: I have another question – I randomly came across an internet platform called ‘the Sudan Tribune’ – it’s in English – have you heard of it? Is it in any way reliable? Because we can’t speak any Arabic…

O: I’ve not heard of that site, but we have our own called ‘Laalaa’, which means ‘No, no’ in Arabic.

W: Is the website in English?

O: Well, there’s four languages on the site – it’s actually run from here in Hamburg, with Lampedusa.

But yeah, like I said, the situation is like you’ve mentioned – the militarists want 8 places [on this council] and they’ll give the people 7. And the Speaker is from their side as well. That’s why we’ve said no – we’re not doing that. The offer from the movement is that we’ll give the militarists three places: one for the Military, one for the Interior, and another representative. And so they’re still sitting there. At first, there were three people, who belong to the militarists, and because of their presence the people refused to negotiate. They’re gone now –– and the people are calling the shots. The militarists tried as hard as they could to get us away from their strongholds, but we know as soon as we leave, we’ve lost. It’s clear for us, and that’s why we keeping coming, and coming, more and more.


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